Tag 16 / Wolgast – Hamburg / Deutschland / 342,7 km

Motto des Tages: Master of Adventure

Das Ziel ist glasklar: die Ziellinie in Hamburg auf dem Fischmarkt. Vom Veranstalter ist der Zieleinlauf zwischen 16:00 und 17:00 Uhr geplant. Bis halb sechs am Abend musste man sein Roadbook abgegeben haben, wenn man an der offiziellen Wertung teilnehmen möchte. Wir gehen mit 487 Punkten von 895 ins Rennen. Wir rechnen uns keine großen Chancen auf einen Podestplatz aus, aber unsere Reise war viel mehr als eine Rallye. Wir haben viele außergewöhnliche Menschen kennengelernt, neue Länder mit einzigartigen Orten entdeckt und viele Geschichten erlebt.

Wir waren auf einer Reise, haben Teile der Welt entdeckt, alles selbst erlebt und selbst erfahren, riechen, schmecken und gehört, unseren Horizont erweitert, sind in fremde Kulturen eingetaucht und haben versucht, die Menschen besser zu verstehen.*

Den letzten Rallyetag können wir ganz entspannt angehen und uns außergewöhnlich viel Zeit beim Frühstücken lassen, bei dem es eine reichliche Auswahl am Buffet gibt, aber die Kaffemaschine streikt. Nicht, dass es unser Anti-Technik-Troll war, der sich ein neues Zuhause auf Usedom gesucht hat! Gerne lassen wir diesen aber auf der Strecke…

Wir starten gegen Mittag Richtung Hamburg und kommen gut durch. Wie nicht anders zu erwarten, treffen wir auf den Autobahnen in Deutschland die ersten anderen Teams. Wir kommen in Hamburg etwas eine Stunde vor Zieleinlauf an und entscheiden uns, erst in unserem Hotel für die Nacht einzuchecken, da wir erst am nächsten Tag die restlichen 400 km nach Wittenberg fahren. Im Hamburg wimmelt es vor Polizei und wir müssen dreimal unsere Route ändern, weil wir dank Polizeiabsperrung nicht weiterkommen. Endlich im Hotel angekommen, erklärt uns die Dame von der Rezeption, dass das Parkhaus schon seit vier Wochen gesperrt ist, da am nächsten Wochenende in der Nähe der G20 Gipfel stattfindet. Sie beteuert aber auch, dass wir ohne Sorgen in den Straßen um das Hotel parken können. Was sich auch als wahr herausstellt – Lotte wird die ganze Nacht von drei großen Autos mit Besatzung bewacht.

Der Zieleinlauf stellt sich als sehr unproblematisch heraus, wir verfahren uns nur einmal und sehen, wie drei andere Teams vor uns die Linie überfahren. Wir werden mit tosendem Applaus und von bekannten Gesichtern aus der Rallyezeit empfangen. Besonders schön war das Wiedersehen mit der engsten Familie. Meine Mama, Bruder und Cousine haben es sich nicht nehmen lassen, uns persönlich wieder in Hamburg zu empfangen. Nach der Abgabe des Roadbooks machen wir uns auf in die Ratsherrn Brauerei und lassen den Tag mit der Siegerehrung bei Bier und Burgern ausklingen.

*(Teile von einem Zitat von Nina Sedano verwendet)

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