Your Challenge?

Das Abenteuer liegt nun schon eine Weile hinter uns, aber ein paar Gedanken sind geblieben – diese möchte ich gerne mit euch teilen.

Frauenquote
Gleich am Start wird für mich ein unbegreiflicher Fakt bei der Begrüßungsansprache durchgesagt: „Es sind fast 500 Männer dabei, aber nur 45 Frauen“ – Woran liegt das? Ist es für Frauen wirklich nicht interessant oder schreckt das wilde Camping ab? Oder fehlt der letzte Schritt zur endgültigen Entscheidung? Falls der letzte Anschubser fehlt: Ich kann nur jeder Frau dazu raten, alle Bedenken über Board zu werfen und bei diesem großen Abenteuer mitzumachen! Ja, es ist ein Abenteuer, aber genau dieses sollte man erleben, wenn man sich dazu berufen fühlt. Man geht auf eine Reise, entdeckt die nördlichen Länder, erlebt alles selbst und sammelt Erfahrungen, aus denen Geschichten werden.

Theorie zur Abwesenheit der Nacht
Während der ersten Tage entwickle ich meine persönliche Theorie: Man hält vermutlich die Rallye nur so gut durch, da an den meisten Tage die Sonne nicht untergeht und man so nicht müde wird, sondern „nur“ erschöpft. Ich merke erst an den letzten Tagen und vor allem an den ersten Tagen zu Hause, wie anstrengend diese Reise für mich war. Wir sind am Tag zwischen 10 und 12 Stunden Auto gefahren und haben viel erlebt. Die täglichen Aufgaben waren uns jeden Tag eine Freude und wir haben dadurch Leute und Orte kennengelernt, denen wir so nicht begegnet wären.

Das Zitat:

Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an.

…hat sich für mich nur bewahrheitet und meine Abenteuerlust ist nach wie vor ungebändigt.

…all unsere Kleider

Wie es sich für ein richtiges Team gehört, sind wir nun auch stolze Besitzer von Teambekleidung. Passend zu unserem silbernen Flitzer sind unsere Sachen grau.

 

 

 

 

 

 

 

Besonders stolz sind wir auf die Jacken von stickin.de. Sie sind super weich und warm – genau das Richtige für die kalten Regionen auf der Tour. Leider ist mir bei der finalen Mail nicht der Schreibfehler aufgefallen =(. So wurde aus Team Charly = Charlie. Es ärgert mich sehr, dass es mir nicht aufgefallen ist, aber solche Fehler können passieren, wenn man in Vollzeit arbeitet und dazu jeden Tag zwei Stunden pendelt. So kann ich mich nur spätabends um unser Charity-Projekt kümmern. Wir tragen die Jacken trotzdem mit Stolz und freuen uns riesig über sie.

 

 

 

 

 

 

 

Erste Gedanken zum BSC

Wie kommt man nur auf die Idee, am Baltic Sea Circle teilzunehmen? Bei uns war es ganz einfach, der liebe Falco vom Team Hannover CF.1 hat uns infiziert, beim jährlichen Treffen des Moebius Syndrom Deutschland e.V. auf dem Volkersberg. Eigentlich hatte er erst nur unsere Fahrerin Constanze dafür begeistert und gar nicht mit abenteuerlichen Geschichten über die Challenges, sondern nur mit den harten Fakten: kein GPS, kein Navi, 20 Jahre altes Auto und keine Autobahnen. Aber wie es so ist, kommen mit so einer Unternehmung auch viele Fragen auf. Wie soll man das finanzieren? Wer fährt noch mit? Wie kann man das in sein Leben, neben seinen ganzen Verpflichtungen, noch umsetzen?

Ich (Constanze) war super begeistert und wäre am liebsten gleich losgefahren! Aber schnell hatte mich mein Studium wieder! Und die Realität! Und sind wir mal ehrlich, danach ist es erst mal wichtig, einen Beruf zu ergattern, um die nötige Berufserfahrung zu sammeln. Dazu kommt, dass man sich am Anfang im Beruf beweisen muss und bestimmt nicht viel Urlaub hat. Des Weiteren wusste ich einfach nicht, wen kann ich für dieses Abenteuer begeistern – wer will mit mir 7500 km fahren, durch tiefe Wälder und auf steinigen Straßen.

So vergingen 2 Jahre, in dem ich mit Fernweh zusah, wie andere sich dem BSC stellten. Momentan bin ich beruflich angekommen und habe keine Verpflichtungen, wie zum Beispiel ein Kind. Also gerade der ideale Zeitpunkt, sich diesem Abenteuer zu stellen.

Das beste an dieser Rallye – mein Papa begleitet mich bei dem größten Abenteuer meines Lebens.