Tag 1 / Hamburg – Höör /Deutschland – Dänemark – Schweden / 650 km

Motto des Tages: „Wie man zum Wikinger wird“

Wir wurden auf der Hauptstraße zum Fischmarkt schon mit wehenden Fahnen begrüßt – alle Rallye Fahrzeuge konnten gleich auf das Gelände fahren und sich auf ihren Startplatz stellen. Kurz nach der Ankunft sieht man schon die ersten bekannten Gesichter und kommt ganz kurz ins Gespräch ~ alle können es kaum erwarten und viele verabschieden sich noch von ihren Liebsten.

Jetzt ging es also wirklich endlich los! Die Aufregung und die Neugierde stiegen. Nach der Anmeldung und der Aushändigung des heiß begehrten Roadbook ging auch gleich das Studieren dieses los. Die erste Aufgabe war schon in Deutschland und die Kommenden auf dem Weg durch Dänemark hindurch. Die Tauschaufgabe, eine blaue Büroklammer gegen etwas Besseres, war schnell erledigt. Wir haben nun einen Regenschirm, mit dem wir dann in den nächsten Ländern weiter tauschen müssen…

Der Start kam schneller als gedacht und verlief auch blitzschnell – kurz auf die Rampe („Bühne“) hochgefahren, vorgestellt und dann gehts auch schon los. Alle vor und nach uns machten sich direkt auf den Weg zu ihrem persönlichen Abenteuer, nur wir nicht. Wir haben noch eine kleine Sonderaufgabe, nämlich im nächsten Elektronikladen einen Akku für eine geliehene Kamera kaufen. Kurzer Rückblick: Leider ist mir wenige Tage vor dem Start die Kamera kaputt gegangen und eine sehr nette und für mich sogar noch Unbekannte hat sich bereit erklärt (nach einem Aufruf eines gemeinsamen Freundes – tausend Dank an dieser Stelle an Falco) mir ihre geliebte „Hilde“ zu leihen. Die gute Hilde ist eine Canon 550D und sah auf den ersten Blick so aus, als würden meine Akkus passen – dem war leider nicht so. Da ich die Kamera aber erst am Abend zuvor bekommen habe und erst auf dem Weg zum Start meinen Fehler entdeckte, entschieden wir uns für diesen „kleinen“ Umweg.

Im Zeichen der Wikinger

Die Tagesaufgabe sah eine Wikinger Weihe in Schweden vor. Dazu brauchte man die vier Elemente. Einmal Sand aus Dänemark, einen Ast von einem schwedischen Baum sowie Wasser und Wind der Ostsee. Alles lies sich problemlos auf dem Weg nach Schweden zum Ales Stenar einfangen und bändigen. Gebündelt in einer „Coca Cola“ Flasche – denn diese musste dann auf dem Rücken getragen und auf allen Vieren um einen Stein von Ales Stenar getragen werden. Während unserer Weihe ging langsam die Sonne unter und so konnten wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang genießen.

Für uns sollte aber der Tag noch nicht zu Ende sein. Wir fuhren noch über 100 km, bevor wir unser Nachtlager in einem Wald bei Höör aufschlugen.

Bild des Tages: Ales Stenar